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by  Hans Engels

Nico-Net

Ihr Wegbereiter ins "soziale" Internet
Stand: 01.01.2009

 

Ethische Richtlinien

von

HumorCare

 

Artikel 1

Der Humor stellt ein komplexes Phänomen dar, das kognitive, affektive und physiologische Aspekte einbezieht. Humor führt zu einer Erheiterung, die sich im Lächeln und Lachen äußern kann, wodurch sich auch kommunikative Auswirkungen ergeben.

Humor kann immer dann entstehen, wenn sich "komische" Normverletzungen ergeben, die einen vorgegebenen Bezugsrahmen sprengen.
Geschieht dies unfreiwillig (wie im Fall körperlicher, geistiger oder psychischer Behinderungen), kann dies zu beschämenden, peinlichen Konsequenzen führen.
Gerade psychisch kranke Menschen verhalten sich häufig unfreiwillig komisch. Sie können dadurch zu Objekten der Lächerlichkeit und zur Zielscheibe eines destruktiven "schwarzen" Humors (Ironie, Sarkasmus,Zynismus) werden.
Die Mitglieder von HumorCare verpflichten sich, diese Art des Humors grundsätzlich zu vermeiden.

 

Artikel 2

Freiwillige Komik entsteht, wenn sich ein Mensch bewußt und gezielt auf kommunikative und aktionale Normverletzungen einlässt, die zu einem erheiternden Effekt führen. Dies setzt das Wissen um spezifische kontrollierbare Techniken voraus, die grundsätzlich erlernbar sind, daneben aber auch Ausdruck individueller Kreativität und Schlagfertigkeit sind. Professionelle Humoristinnen und Humoristen haben sich in diesem Zusammenhang ein großes Repertoire an Techniken erarbeitet, dass es ihnen ermöglicht, andere Menschen  zu verblüffen und zu erheitern.
Ihr Ziel ist es, andere möglichst häufig zum Lachen zu bringen.
Dieser Effekt ist vom therapeutischen Standpunkt aus unspezifisch.
Therapeutisch wirksamer Humor zielt nicht auf den schnellen Effekt ab.
Seine primäre Intention ist die systematische Vermittlung von Einsicht in das Entstehen jener komischen Phänomene, die die Identität eines Menschen in unfreiwilliger Weise akzentuieren und bestehende Krankheitssymptome dadurch verstärken können.

Wer diese Wirkung bewusst reflektieren und steuern kann, vermag einen Identitätswandel zu vollziehen, der einem "anderen Weg des Denkens und Handelns" entspricht und zu einer aktiven Selbstbestimmung hinführt.
Dieser Prozeß beruht zunächst auf der Empathie und wohlwollenden Akzeptanz seitens derjenigen, die therapeutisch wirksamen Humor anwenden.

Grundlegendes Ziel ist die Ermutigung, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen (Mut zur Unvollkommenheit) über sich selbst lachen zu können (Mut zur Lächerlichkeit) und starre soziale Normen und Idealvorstellungen relativieren, bzw. in Frage stellen zu können (Mut zum Widersinn / Unsinn).

Im Zuge reziproker Identifikation sollen diejenigen, die therapeutisch wirksamen Humor anwenden, sich selbst zu Spiegelbild dieses Einstellungswandels machen. Dabei können entsprechende Techniken des Humors vermittelt und eingeübt werden. Sie erfüllen die Funktion spezifischer Hilfsmittel im Zusammenhang mit diesem ermutigenden Einstellungswandel.

 

Artikel 3

Die Mitglieder von HumorCare sind, auch wenn sie über ein entsprechendes Expertenwissen verfügen, primär nicht auf das Ziel ausgerichtet, andere Menschen unspezifisch zu unterhalten. Sie präsentieren sich ihren Klientinnen und Klienten daher nicht als KomikerInnen, Clowns oder WitzeerzählerInnen, um sie unreflektiert zum Lachen zu bringen. Sie setzen ihre Fähigkeiten vielmehr dosiert ein, um den therapeutisch wirksamen Ermutigungsprozeß humorvoll zu fördern.

 

Artikel 4

Wenn Mitglieder von HumorCare als Unterhaltungskünstlerinnen und Unterhaltungskünstler in der Öffentlichkeit auftreten, weisen sie diese Darbietungen nicht als therapeutisch wirksamen Humor aus.

 

Artikel 5

Wenn Mitglieder von HumorCare in der Öffentlichkeit oder in den Medien Aussagen zu Fragen therapeutisch wirksamen Humors machen, sind sie verpflichtet, dies in einer angemessenen Weise zu tun. Sie sollen sich dabei auf die Vermittlung sachlicher Informationen beschränken und von einer Darstellungsweise Abstand nehmen, die einen reisserischen, unseriösen oder sonst wie unwürdigen Eindruck erwecken.

 

Artikel 6

Mitglieder von HumorCare sind für ihre beruflichen Aktivitäten verantwortlich. Ihre Arbeit basiert auf einer empathischen Grundhaltung und dem Respekt für die Würde, die Persönlichkeit sowie die Privatsphäre ihrer Klientinnen und Klienten. I  übrigen sind die Mitglieder von HumorCare gehalten, sich jenen ethischen Richtlinien verpflichtet zu fühlen, die für die jeweiligen Berufsgruppen bereits verbindlich sind.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.humorcare.com

 

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